Ruhepause neben der Hauptstrasse

331 — Chesa Curtinella, Pontresina

Direktauftrag

Ein Juwel erzählt Geschichten

330 — Villa Klainguti, Pontresina

Direktauftrag

Smartes Wohndesign für kleines Budget

335 — Wohnung Cumünela, La Punt

Direktauftrag

Eichenküche mit grün

Aussicht und Einsicht überraschen gleichermassen

333 — Wohnung Splendida, St. Moritz

Direktauftrag

Nur wenn wir den Ort, wo wir bauen, auch respektieren, können wir gute Architektur erschaffen. Caty Emonet, Inhaberin

Ein Haus für 10 Beine, 12 Pfoten und 20 Räder

326 — Einfamilienhaus Chapella, S-chanf

Direktauftrag

Die Brandspuren der trutzigen Chesa Pedrolini

324 — Chesa Pedrolini, Samedan

Direktauftrag

Akribische Strenge lässt schelmischen Charakter durchblitzen

321 — Mehrfamilienhaus Muntanella, Samedan

Direktauftrag

Als Architekt muss man Menschen mögen. Caty Emonet, Inhaberin

Einfach stark: So macht Schlichtheit Eindruck

336 — Wohnung Pro Bosio, Zuoz

Direktauftrag

Mehr als nur eine Hundehütte

315 — Chesa al Spelm, St. Moritz

Direktauftrag

Die Brandspuren der trutzigen Chesa Pedrolini

324 — Chesa Pedrolini, Samedan

Art: Direktauftrag

Typ: Umbau Engadinerhaus

Jahr: 2023

Status: Gebaut

Leistung: Planung und Teilbauleitung

Bauherrschaft: Ina Immobilia AG

Typischer könnte die Kulisse für ein historisches Engadinerhaus nicht sein: Trotz seiner politischen und wirtschaftlichen Bedeutung im Hochtal vereinen sich in Samedan Tradition und Geschichte zum idyllischen Postkartensujet. Und mittendrin: die trutzige Chesa Pedrolini, ein Engadinerhaus aus dem 16. Jahrhundert.

Während die denkmalgeschützte, straßenseitige Front mit der sgraffitoverzierten Fassade und den originalen Holzstuben ihren historischen Charme bewahrte, profitierte der rückseitige Teil im Zuge der Sanierung von einer gezielt eingesetzten Neubauarchitektur, die ihrerseits der Tradition mit größtem Respekt begegnet und in zahlreichen Details würdigt.

Bevor die Vision der Bauherrin – sechs Ferienwohnungen unter einem Dach – realisiert werden konnte, zeigte sich eine Sanierung auch als dringend geboten, hatten doch zahlreiche Umbauten der vergangenen Jahrhunderte vieles im Argen gelassen und nur wenig Ursprüngliches erhalten. Doch staunte das Team von Studio C nicht schlecht, als es die diversen Bausubstanzen Schicht für Schicht abtrug und plötzlich auf großflächige Brandspuren stiess. Nachforschungen ergaben, dass die verkohlten Balken wohl bereits seit Mitte des 19. Jahrhunderts in Gemäuer und Dachstuhl schlummerten, als die damaligen Bauherren sich aus Geldmangel gezwungen sahen, die verkohlten Träger in den neuen Wänden und Decken zu belassen. Die Überraschung wich rasch Besorgnis und es stand außer Frage, dass diese instabilen Brandzeugen soliden Trägern weichen mussten.

Die Chesa Pedrolini ist heute nicht nur ein Zeugnis für den Reichtum an Geschichte und Kultur des Engadins, sondern zugleich ein Symbol für ein gelungenes Zusammenspiel von Denkmalpflege und Architektur und die grosse Verantwortung, die jeder übernimmt, der ein historisches Juwel in neuem Glanz erstrahlen lassen will.

Sgrafitto
Sgraffito
Südansicht Chesa Pedrolini
Nachtansicht Chesa Pedrolini
stüva nouva
stüva veglia
Küche
Holz
Gewölbekeller
grober Verputz
Dachgebälk
alte Gemäuer
Küchendetail